Festpreis oder Agenturprojekt: Was passt besser zu kleinen Unternehmen?
Dieser Beitrag vergleicht zwei gängige Modelle zur Umsetzung einer WordPress-Website für kleine Unternehmen: Festpreis-Modell und Agenturprojekt. Ziel ist eine klare Entscheidungshilfe, ohne Agentur-Bashing, mit Fokus auf Planbarkeit, Geschwindigkeit, Abstimmungsaufwand, Änderungswünsche und Skalierbarkeit.
Wie unterscheiden sich beide Modelle?
Festpreis-Modell
- Planbarkeit: Der Preis ist fest, der Leistungsumfang vorab definiert.
- Geschwindigkeit: Oft schnelle Umsetzung durch standardisierte Abläufe.
- Abstimmungsaufwand: Weniger Abstimmungen, da der Scope klar festgelegt ist.
- Änderungswünsche: Änderungen kosten meist extra oder erfordern Scope-Anpassungen.
- Skalierbarkeit: Gut für Standardfunktionen, bei individuellen Erweiterungen begrenzt.
Agenturprojekt
- Planbarkeit: Flexiblerer Umfang, Budgetierung oft iterativ.
- Geschwindigkeit: Abhängig von Prioritäten, Agile-Ansätze möglich.
- Abstimmungsaufwand: Höherer Abstimmungsbedarf durch regelmäßiges Feedback.
- Änderungswünsche: Leichter umzusetzen dank offener Scope-Verhandlung; Risiko von Scope-Creep.
- Skalierbarkeit: Häufig maßgeschneiderte Lösungen, oft bessere Langzeitarchitektur, aber höhere Kosten.
Wann lohnt sich ein Festpreis-Modell?
Geeignet für klare Anforderungen, standardisierte Website-Struktur, geringe Änderungswünsche und kurzen Zeitrahmen.
- Standard-Theme mit vorab definiertem Funktionsumfang
- Geringer Bedarf an Individualfunktionen
- Stabiles Briefing mit festem Zeitplan
- Weniger komplexe Integrationen
Hinweis: Wartung, Updates und Hosting-Kosten sollten separat betrachtet werden.
Wann ist ein individuelles Projekt sinnvoll?
Für maßgeschneiderte Funktionen, komplexe Integrationen, skalierbare Architektur, UX-Anforderungen oder spezielle Prozesse.
- Individuelle Plugin- oder Theme-Entwicklung
- Komplexe Integrationen (z.B. ERP, CRM, Zahlungsabwicklung)
- Langfristige Skalierbarkeit und flexibles Backend-Design
- Spezifische UX-Anforderungen und Barrierefreiheit
Typische Fehler bei der Auswahl
- Nicht klar definierte Anforderungen oder Zielgrößen
- Nur auf den Gesamtpreis schauen, versteckte Kosten übersehen
- Fehlende Abnahme-Kriterien oder Leistungsnachweise
- Zu enger Scope, spätere Änderungswünsche führen zu Kostenexplosion
- Unklare Wartungs- und Update-Verträge
- Unzureichende Kommunikationsroutinen
